Wie können fahrerlose Autos mit Fußgängern und Radfahrern kommunizieren?

von Rudi Kulzer

Vor wenigen Tagen habe ich in der New York Times einen Artikel des von mir sehr geschätzten John Markoff gefunden, indem er sich mit den Herausforderungen der Kommunikation von fahrerlosen Autos mit ihrer Umgebung auseinandersetzt. Mein vorliegender Artikel ist eine Übersetzung und verkürzte Fassung dieses Artikels. Erste Kontakte zum Start-up Drive.ai habe ich erfolgreich aufgenommen.

In der Automobilbranche gibt es derzeit viele offene Fragen darüber, wie selbstfahrende Autos in normaler Straßenumgebung funktionieren werden. Dabei geht es vor allem darum, ob das System des Autos ein Fahrverhalten auf Grund lokaler Erfahrungen nutzen kann. Zusätzlich gilt es als wichtig die Herausforderung zu erkunden, ob das System bei einem Notfall die Kontrolle über das Fahrzeug an den Fahrer zurückgeben kann.

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((Bild)) Das Programm Drive.ai versucht zu erkunden, wie ein autonomes Fahrzeug mit Fußgängern kommunizieren würde.

Dieser Herausforderung stellt sich, wie Markoff beschreibt, ein Start-up namens Drive.ai mit Sitz in Mountain View, Calif.  Das noch junge Unternehmen versucht zu erkunden, wie eine autonome Auto mit anderen Fahrern und Fußgängern kommunizieren kann. Das Team betont dabei, dass Ansätze, die man aus dem Feld künstliche Intelligenz als „Mensch-Maschine-Interaktion“ bekannt sind, als Schlüssel zur Lösung der häufig verwirrenden Straßensituationen eingesetzt werden sollten.

Entscheidung am Zebrastreifen

Dabei entstehen etwa folgende Frage: Wie funktioniert ein Roboter, der zum Beispiel sagen will, was er an Kreuzungen zu tun gedenkt. Das sei zum Beispiel ein „informelles Ballett hoher Herausforderung“, wenn es darum geht zu überlegen, was menschliche Fahrer und Menschen am Zebrastreifen tun wollen. Es geht darum, zu entscheiden, wer zuerst gehen wird und wer zurückstehen will.

„Die meisten Menschen die erste Interaktion mit selbstfahrenden Autos würden nicht fertig damit als Fahrer denken, sondern eher als ein Fußgänger, der die Straße überquert, “ erläutert Carol Reiley, Mitbegründer und Präsident von Drive.ai. „Ich denke, es ist künftig wichtig für jedermann, dass wir uns daran gewöhnen müssen, dieser Art von Technologie zu vertrauen.“

Auf das Start-up wurde die US-Öffentlichkeit zu einem früheren Zeitpunkt dieses Jahres, als das Unternehmen eine Lizenz vom Staat Kalifornien erhielt. Diese erlaubte es, fahrerlose Autos auf den Straßen zu testen. Doch in der letzten August Woche war es zum ersten Mal, dass das Forscherteam eines Unternehmens in einem breiten Ansatz erläuterte, was sie in diesem Fragen in der Zukunft tun wollen. Dabei ging es um technische Fragen und nicht um die Frage der Geldbeschaffung von Investoren.

 

 

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5 Dinge, die selbstfahrenden Autos Kopfschmerzen bereiten

Trotz der Vielzahl von Sensoren und Prozessoren an Bord haben autonome Autos eine Menge Probleme mit alltäglichen Aspekte des Fahrens.

Eines davon ist die Kommunikation mit Fußgängern und Radfahrern: Die Manager von Drive.ai betonen, dass ihre Autos nicht vokal direkt Autos mit Fußgängern und Radfahrern sprechen werden. Aber sie werden versuchen, mit optischen Anzeigen zu kommunizieren, die weit über das hinausgehen, was heutige Blinker leisten. Das Unternehmen, in dem viele Studenten und Forscher des Stanford Artificial Intelligence Laboratory arbeiten, ist dabei, im dicht gedrängten Wettbewerb, um selbstfahrende Fahrzeuge intensiv mitzumachen. Dies bestätigte mir Carole Reilly in einem ersten Kontaktgespräch. Derzeit gibt es etwa 20 solche Auto-Projekte in Silicon Valley und mehr als vier Dutzend in den gesamten USA.

Im Gegensatz zu vielen dieser Projekte will Drive.ai nicht versuchen, selbst Fahrzeuge zu bauen. Stattdessen wollen sie kommerzielle Flotten für Aufgaben wie Paketzustellung und Taxis mit ihrer Technik nachzurüsten.

Das Unternehmen setzt dabei auf eine Technik, die Deep Learning (Tiefes Lernen) genannt. Das ist eine maschinenbasierte Lerntechnik, die im Silicon Valley e weit verbreitet ist. Sie lässt sich für eine Vielzahl von Aufgaben verwenden, wie etwa die menschliche Sprache zu verstehen und die Verbesserung der visuellen Fähigkeit, Objekte in Computer-Vision-Systeme zu erkennen.

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Ein bekannter Vertreter der visuellen Erkennung ist die israelische Firma israelische Firma, Mobileye, die in einem Technikpark nördlich von Jerusalem angesiedelt ist. Sie ist derzeit der führende Anbieter von Vision-Technologie in der Automobilindustrie, und wurde bereits Zusammenhang mit den Unfällen des Autos Teslar erwähnt. Auch in Deutschland gibt es Kooperationen der Israelis mit Automobilherstellern. Im Silicon Valley beginnen sich jedoch auch bekannte Unternehmen wie der Grafikspezialist Nvidia beginnen auch für das Geschäft mit dieser Aufgabe zu interessieren dieses Unternehmen zu konkurrieren.

 

Roboterwissenschaftlerin stellt sich einer Aufgabe

Noch einmal zurück auf den Gesprächen mit Carole Reilly: nach ihrer Ansicht müssen selbstfahrenden Autos der Zukunft transparent sein, wenn es darum geht zu zeigen mit welchen Absichten Sie ihre Entscheidungen treffen.reiley2

Carole Reiley ist eine, eine Roboterwissenschaftlerin   mit einem Hintergrund in der Gestaltung von Unterwasserroboter und medizinischen Systemen. Nach ihrer Ansicht werden selbstfahrende Systeme mit zwei Ebenen kommunizieren müssen, mit der Welt um sich herum sowie mit den Passagieren, die in ihnen sitzen. Bei dieser Aufgabe gilt es sowohl die linke Gehirnhälfte zu beachten, in der viele Diskussionen stattgefunden haben, welche Algorithmen und welche Sensoren, auf der logischen Seite eben, so Reiley

„Viele der Diskussion um selbstfahrenden Autos gebe es leider noch keine menschliche Komponente. Dass ist wirklich erstaunlich, ist es doch zum ersten Mal, dass ein Robotersystem in die Welt hinausgeht und mit den Menschen interagiert“ (Zitat Carol Reiley)

(Alle Abbildungen Werkfotos Drive.ai, Ausnahme Nividia – dunkle Straßenszene)

 

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